Sonderausstellungen
Sonderausstellung: "Koffer, Kutschen und Kartons – 200 Jahre Ankommen in Altenburg"
Koffer, Kutschen und Kartons – 200 Jahre Ankommen in Altenburg
23. Juni bis 27. September 2026
Spielkartenmuseum im Residenzschloss Altenburg
Eröffnung am 21.06.2026, 15 Uhr, Festsaal
Was bedeutet es, „anzukommen“? Ob prunkvoller Umzug in eine neue Residenz oder der Start in ein völlig ungewisses Leben nach der Flucht – Aufbrüche prägen uns Menschen seit jeher. Das Schlossmuseum lädt zu einer besonderen Zeitreise ein, die weit mehr als eine reine Geschichtsstunde ist. Anlässlich des 200. Jubiläums der Neugründung des Herzogtums Sachsen-Altenburg widmet sich die Ausstellung den zeitlosen Themen Heimat und Neuanfang. Sie schlägt eine faszinierende Brücke von der herrschaftlichen Vergangenheit hin zur persönlichen Gegenwart.
Alles beginnt im Jahre 1826, als Herzog Friedrich mit seiner Familie von Hildburghausen nach Altenburg zieht. Dieses Ereignis hatte zahlreiche Veränderungen zur Folge, sei es im Schloss, im Stadtbild oder der Verwaltung.
Der zweite Teil der Ausstellung stellt die zugezogenen Menschen in den Mittelpunkt, die Altenburg über zwei Jahrhunderte hinweg zu dem gemacht haben, was es heute ist. Es geht um persönliche Schicksale: von der Ankunft am Bahnhof über die erste Skatrunde bis hin zu bewegenden Berichten über Vertreibung, berufliche Umbrüche oder die große Liebe, die nach Altenburg geführt hat.
Die Ausstellung kann Dienstag- Sonntag, sowie an Feiertagen von 10.00- 17.00 Ihr besucht werden.
Eintritt: Sonderausstellung 6€ p. Person
Dauer- und Sonderausstellung, sowie Hausmannsturm 8€ / 6€ ermäßigt, 15€ Familienkarte
,,(Landes-)Geschichte(n) in 11 Objekten. Die Rüst- und Antiquitätenkammer des Residenzschloss Altenburg"
Unverrückbar wie das Residenzschloss Altenburg wirkt auch dessen Interieur. Die Möbel, Porträts und Waffen vermitteln auf die Besucher womöglich den Eindruck, sie hätten hier seit jeher gestanden.
Dem ist natürlich nicht so. Die meisten Objekte haben lange Reisen hinter sich. Durch Umzüge, Erbschaften und Schenkungen fanden sie ihren Weg ins Schloss – und andere auch wieder hinaus. Der historische Bestand der Rüst- und Antiquitätenkammer unterlag einem solchen Wandel in besonderem Maße. Das Sammlungsspektrum reicht dabei über Kriegsgeräte, Zierobjekte bis hin zu authentischen materiellen Zeugnissen des legendären Altenburger Prinzenraubs. Was heute womöglich nicht zusammengehörig scheint, war dieses historisch jedoch: Die Altenburger Rüst- und Antiquitätenkammer steht in Tradition der Wunderkammern, in welcher besonders anschauenswerte Objekte an den Höfen gesammelt wurden.
Die hier präsentierten elf Objekte geben einen Einblick in den Bestand der ehemaligen Rüst- und Antiquitätenkammer. In einer Kooperation zwischen dem Residenzschloss Altenburg und der Friedrich-Schiller-Universität Jena sind sie durch Studierende erforscht worden. Die Ausstellungstexte zeugen auch von der individuellen Betrachtungs- und Erzählweise der Studierenden für die von ihnen ausgewählten Objekte