Residenzschloss Altenburg

In 100 Sekunden durch unsere Schlosswelt: Sehenswürdigkeiten und Event-Locations

Uwe Strömsdörfer, Schloss- und Kulturbetrieb/Joachim Köhler MEDIADESIGN Erfurt (Drohnenaufnahmen)


Vorschau: "Am Anfang war das Spiel. Eine der größten Spielesammlungen der Welt in Altenburg"

Weihnachtsausstellung: Mit Speed durchs Kinderzimmer

Weihnachtsausstellung im Residenzschloss Altenburg

28.11.2021-06.03.2022

Brettspiele sind Kulturgut – ein Spiegel der Zeit, in der sie entstanden und gespielt wurden. Altenburg ist ein ganz besonders hell leuchtender Spiegel in der Welt der Spiele. Hier erfand man vor über 200 Jahren das Skatspiel, hier ist eine der größten Spielkartensammlungen der Welt zu Hause. Und genau hier entsteht ein innovativer Erlebnisraum rund um das Thema ,Spielenʻ: die Spielewelt. Die Vorbereitungen laufen schon, 2026 soll die Spielewelt eröffnet werden.

Wir fangen schon vorher an zu spielen: In der traditionellen Weihnachtsausstellung des Schloss- und Spielkartenmuseums vom 28. November 2021 bis zum 06. März 2022 nehmen wir unsere Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise mit dem Brettspiel durch Zeit und Raum.

Das Spielkartenmuseum konnte eine der weltweit größten Sammlungen von Brett- und Gesellschaftsspielen übernehmen, die Spielesammlung der Familie de Cassan aus Österreich, und hat in Kooperation mit dem Institut für Ludologie (Spielkunde) in Berlin diese Sonderausstellung für Sie entwickelt.

Wussten Sie, dass Würfelspiele zu den ältesten Spielen der Menschheit gehören? Erfahren Sie, wie die ersten Gesellschaftsspiele im alten Ägypten und in der römischen Antike gespielt wurden, entdecken Sie die Lieblingsspiele Ihrer Kindheit wieder und lernen Sie die neuesten Brettspiele des 21. Jahrhunderts kennen.

Spiele sind viel mehr als bloße Unterhaltung. Warum spielen wir eigentlich? Und warum macht das Spielen nicht nur uns Menschen, sondern auch den Tieren so viel Spaß, dass wir gar nicht mehr aufhören möchten? Die Ausstellung gibt Antworten auf diese Fragen und vermittelt anschaulich überraschende neue Erkenntnisse.

An Spieltischen können alle, die Lust haben, ihre Erkenntnisse gleich umsetzen und Klassiker wie auch Neuerscheinungen entdecken und ausprobieren.

Zusätzlich wartet ein umfangreiches Begleitprogramm auf Familien, Berufstätige, Senioren und alle Gamer. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.


NEU im Museumsshop: Schadewitzkalender 2022

Im Nachgang zur diesjährigen Sonderausstellung „Grünes im Quadtrat“, in welcher das Lindenau-Museum Altenburg und das Schloss- und Spielkartenmuseum ihre Sonderschauen „Gartenlust und Parklandschaft. Die Geschichte des Altenburger Schlossparks“ sowie „Gärten vor der Linse – Die Gartenstadt Altenburg“ gemeinschaftlich im Goldsaal des Residenzschlosses präsentierten, wurde durch die KAG Altenburger Museen ein Kalender für 2022 aufgelegt.

Der Kalender zeigt eine Auswahl von Aquarellen des Altenburger Chronisten Christian Friedrich Schadewitz (1779-1847) rund um Altenburger Gärten wie zum Beispiel dem Schlossgarten, den Pohlhofgarten oder auch dem Thümmelschen Garten.

Der Kalender ist zum Preis von 13,50 € (inkl. einer Spende von 1 € für die Restaurierung der Großplastiken des ehemaligen Schönhauses im Schlosspark) im Museumsshop erhältlich.

Abbildungsnachweis:  Schadewitzkalender, Residenzschloss Altenburg, Ute Beier


Das Residenzschloss Altenburg digital entdecken

Das Residenzschloss Altenburg digital entdecken

In der Zeit des Lockdowns können kleine und große Entdecker in einer kniffeligen Rätseltour das Residenzschloss Altenburg digital erkunden. In Zusammenarbeit mit dem Thüringer Kulturpass können dabei digital Stempel für das Kulturpass-Heft gesammelt werden. Einfach kostenfrei die App Actionbound herunterladen, QR Code scannen und auf geht’s zu spannenden Abenteuern!

 


Publikation: ,,Vom Jammertal ins Paradies"

Die Altenburgica-Literatur erfährt in diesen Tagen einen spannenden Zuwachs: ,,Vom Jammertal ins Paradies" titelt eine im E. Reinhold Verlag erschienene Publikation, in welcher erstmals für den Altenburger Fürstenhof des 17. Jahrhunderts äußerst komplex das Sterben, der Tod, die Beisetzungszeremonien und das Totengedenken in den Fokus der Betrachtung gerückt werden. Ausführlich finden die wettinische Bestattungskultur und ihre Ausstrahlung auf Altenburg eine Würdigung. Funeralschriften, insbesondere Leichenpredigten und Archivalien des Staatsarchives Altenburg werden als Quellen vorgestellt. In Altenburg dienten zwischen 1626 und 1672 zwei Gewölbe als fürstliche Grablege. Geschichte und Belegung der Gruftanlagen in der Brüder- und der Schlosskirche verbinden sich mit interessanten Fakten, die teilweise aus einer Fülle bisher unerschlossener Archivalien zusammengeführt und erstmals dem interessierten Leser vorgestellt werden können. Dies betrifft auch Sachzeugen der Sepulkralkultur: Gemälde, Grafiken, Textilien und Sterbemünzen reflektieren die Erinnerungskultur. Ihrer Entstehungsgeschichte nachzuspüren, verband sich mit zahlreichen neuen Erkenntnissen.

Die Publikation wurde vom Landesarchiv Thüringen, Staatsarchiv Altenburg und dem Residenzschloss Altenburg herausgegeben. Sie sollte im vergangenen Jahr anlässlich einer namensgleichen Ausstellung im Schloss- und Spielkartenmuseum erscheinen. Coronabedingt wurde die Ausstellung vorerst abgesagt und wird zu einem späteren Zeitpunkt erneut thematisiert. Dem geschichtsinteressierten Leser sei bis dahin eine fesselnde Lektüre empfohlen.