Residenzschloss Altenburg

Schloss- und Kulturbetrieb Altenburg vorerst bis 15. März. 2021 geschlossen

Liebe Museumsfreunde,

leider zwingen uns die gegenwärtigen Umstände das Residenzschloss Altenburg sowie den Flaschen-und Hausmannsturm im Schlosshof vorerst bis 15. März 2021 zu schließen.

Wir hoffen, dass wir Sie ab dem 16. März 2021 wieder in unserem Hause begrüßen können.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Team des Schloss- und Kulturbetrieb Altenburg

In 100 Sekunden durch unsere Schlosswelt: Sehenswürdigkeiten und Event-Locations

Uwe Strömsdörfer, Schloss- und Kulturbetrieb/Joachim Köhler MEDIADESIGN Erfurt (Drohnenaufnahmen)


Sonderausstellung „Treu und Beständig - der Herzoglich Sachsen-Ernestinische Hausorden“

Die neue Sonderausstellung „Treu und Beständig - der Herzoglich Sachsen-Ernestinische Hausorden“ des Schloss- und Kulturbetriebes Residenzschloss Altenburg wird am 24. April 2021 um 11 Uhr eröffnet. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Ordenskunde e.V und wird im Rahmen der diesjährigen Jahrestagung in Altenburg eröffnet.

Nach der Neuordnung der ernestinischen Herzogtümer im Jahr 1826 beschlossen die Herzöge Friedrich von Sachsen-Altenburg, Ernst I. von Sachsen-Coburg und Gotha und Bernhard II. von Sachsen-Meiningen und Hildburghausen die Stiftung eines „Hausordens“ zu Ehren ihres Stammvaters Ernst dem Frommen. Am 25. Dezember 1833 wurde schließlich der „Herzoglich Sachsen-Ernestinische Hausorden“ mit einem pompösen Gründungsfest auf Schloss Friedenstein in Gotha ins Leben gerufen. Bis ins Jahr 1918 verliehen die ernestinischen Herzöge den Hausorden nicht nur an die Mitglieder Ihrer Familien, sondern auch vermehrt für herausragende Zivil- und Militärverdienste in den jeweiligen Herzogtümern. Neben der Funktion der standesgemäßen Ehrung adliger Familienmitglieder, öffnete die Verleihung des Ernestinischen Hausordens seinen Trägeren die Türen zu elitären und politisch einflussreichen Kreisen. Der Hausorden verlosch nicht mit dem Niedergang der Monoarchie im Jahr 1918, sondern wird bis heute von den Nachfahren der ernestinischen Herzöge als Familienorden verliehen.

Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Ordenskunde e.V. möchte das Schloss- und Spielkartenmuseum sowohl die Geschichte also auch die gesellschaftliche Bedeutung dieser Ordensstiftung im Rahmen einer Sonderausstellung genauer betrachten und den Museumsbesuchern dieses heute so fern wirkende Instrument der Machtausübung verständlich machen.

Die Ausstellung ist vom 24. April bis zum 03. Oktober 2021 im Residenzschloss Altenburg zu besichtigen.

Das Residenzschloss Altenburg digital entdecken

Das Residenzschloss Altenburg digital entdecken

In der Zeit des Lockdowns können kleine und große Entdecker in einer kniffeligen Rätseltour das Residenzschloss Altenburg digital erkunden. In Zusammenarbeit mit dem Thüringer Kulturpass können dabei digital Stempel für das Kulturpass-Heft gesammelt werden. Einfach kostenfrei die App Actionbound herunterladen, QR Code scannen und auf geht’s zu spannenden Abenteuern!

„Vom Jammertal ins Paradies“

Die Altenburgica-Literatur erfährt in diesen Tagen einen spannenden Zuwachs: „Vom Jammertal ins Paradies“ titelt eine im E. Reinhold Verlag erschienene Publikation, in welcher erstmals für den Altenburger Fürstenhof des 17. Jahrhunderts äußerst komplex das Sterben, der Tod, die Beisetzungszeremonien und das Totengedenken in den Fokus der Betrachtung gerückt werden. Ausführlich finden die wettinische Bestattungskultur und ihre Ausstrahlung auf Altenburg eine Würdigung. Funeralschriften, insbesondere Leichenpredigten und Archivalien des Staatsarchives Altenburg werden als Quellen vorgestellt. In Altenburg dienten zwischen 1626 und 1672 zwei Gewölbe als fürstliche Grablege. Geschichte und Belegung der Gruftanlagen in der Brüder- und der Schlosskirche verbinden sich mit interessanten Fakten, die teilweise aus einer Fülle bisher unerschlossener Archivalien zusammengeführt und erstmals dem interessierten Leser vorgestellt werden können. Dies betrifft auch Sachzeugen der Sepulkralkultur: Gemälde, Grafiken, Textilien und Sterbemünzen reflektieren die Erinnerungskultur. Ihrer Entstehungsgeschichte nachzuspüren, verband sich mit zahlreichen neuen Erkenntnissen.

Die Publikation wurde vom Landesarchiv Thüringen, Staatsarchiv Altenburg und dem Residenzschloss Altenburg herausgegeben. Sie sollte im vergangenen Jahr anlässlich einer namensgleichen Ausstellung im Schloss- und Spielkartenmuseum erscheinen. Coronabedingt wurde die Ausstellung vorerst abgesagt und wird zu einem späteren Zeitpunkt erneut thematisiert. Dem geschichtsinteressierten Leser sei bis dahin eine fesselnde Lektüre empfohlen.