Die „Skatheimat” und Otto Pix

Die

Als zu Beginn der 1920-er Jahre der Leiter des im Aufbau befindlichen Heimatmuseums um Unterstützung bat, war es in besonderem Maß der Altenburger Spielkartenfabrik unter der Leitung von Carl Schneider Verpflichtung, für die zur Verfügung stehenden, jahrhundertealten Gerätschaften, Druckformen und Spielkarten ein würdiges Domizil zu schaffen.

 

Mit finanzieller Unterstützung der Altenburger Spielkartenfabrik entstand 1923 im Altenburger Schloss das erste deutsche Spielkartenmuseum. In einem 6 mal 5 Meter großen und mit Kreuzgewölbe versehenen Raum nahm die sogenannte „Skatheimat”, gemeinhin auch als die Keimzelle des Altenburger Spielkartenmuseums bezeichnet, ihre besonderen Schätze auf.

 

Otto Pech, genannt Pix (1882-1950)

Mit der Gestaltung des Raumes einschließlich einer umfassenden Wandbemalung wurde der Altenburger Bildhauer und Kunstmaler Otto Pech, Künstlername Pix, betraut.  Mit der ihm eigenen humorvollen Art malte er unter Verwendung aller wesentlichen Figuren und Elemente der in Altenburg gebräuchlichen Spielkarte eine den Raum beherrschende Skatlandschaft. Walter Sachse half ihm dabei. Neben dem Sammlungsgrundstock der Vereinigten Altenburg Stralsunder Spielkartenfabriken AG wurden eine Reihe von Schenkungen und Leihgaben durch Altenburger Bürger geleistet. In besonderer Weise erwarb sich der Altenburger Bürger Julius Benndorf um die Errichtung eines Spielkartenmuseums Verdienste.

In den 1990-er Jahren konnte die Skatheimat umfassend restauriert werden. Eine kleine Ausstellung zu Leben und Werk von Otto Pech befindet sich heute in diesem einzigartigen Raum.